Deutschlandlied Liedtext
Das Deutschlandlied wurde von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben 1841 auf Helgoland verfasst.
Dabei ist die Bezeichung *Deutschlandlied* nicht nur irreführend, sondern eigentlich auch falsch. Ursprünglich betitelte Hoffmann von Fallersleben seinen Liedtext mit *Lied der Deutschen*.
Musikalische Vorlage des Deutschlandliedes war die Kaiserhymne, die Joseph Haydn schon 1797 geschrieben hatte. Die Musik des Deutschlandliedes ist also älter als der Liedtext selbst.
Am 5. Oktober 1841 wurde das Deutschlandlied dann erstmals in Hamburg uraufgeführt.
Während nach der Zeit des Mauerbaus und der Teilung Deutschland 1961 der Text eine ganz neue Bedeutung bekam (“Deutschland, Deutschland über alles….”), ist die ursprüngliche Bedeutung des Deutschlandliedes darin zu sehen, daß *Deutschland* sich in einer Zeit des Umbruchs befand. Das Heilige Reich Deutscher Nation gab es nicht mehr, statt dessen bestand *Deutschland* aus vielen einzelnen Staaten, die zum Deutschen Bund zusammengeschlossen waren. Dieser Zusammenschluß war aber eher eine *pro Forma* Angelegenheit, denn die einzelnen Staaten bestanden auf ihrer Souveränität.
Und dennnoch die Menschen vermissten die Einigkeit Deutschlands, was Hoffmann von Fallerleben mit der Textzeile: “Deutschland, Deutschland über alles…” zum Ausdruck brachte.
Das Deutschlandlied besteht insgesamt aus 3 Strophen, von denen jedoch nur die 3. Strophe als Deutschlandhymne gesungen wird.
1. Strophe
Deutschland, Deutschland über alles, über alles in der Welt, wenn es stets zu Schutz und Trutze brüderlich zusammen hält. Von der Maas bis an die Memel, von der Etsch bis an den Belt. Deutschland, Deutschland über alles, über alles in der Welt.
2. Strophe
Deutsche Frauen, deutsche Treue, deutscher Wein und deutscher Sang, sollen in der Welt behalten ihren alten schönen Klang. Uns zu edler Tat begeistern unser ganzes Leben lang. Deutsche Frauen, deutsche Treue, deutscher Wein und deutscher Sang.
3. Strophe
Einigkeit und Recht und Freiheit für das deutsche Vaterland, danach laßt uns alle streben brüderlich mit Herz und Hand. Einigkeit und Recht und Freiheit sind des Glückes Unterpfand. Blüh’ im Glanze dieses Glückes, blühe deutsches Vaterland!